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Wandern im Tannheimer Tal

Das Tannheimer Tal liegt im Westen Tirols und gilt als eines der schönsten Hochtäler der Alpen. Es schmiegt sich zwischen die wilden Felszacken der Tannheimer Berge und die grünen Vorberge der Allgäuer Alpen und bietet landschaflich, mit sanften Hügeln und schroffen Felsen, ein schönes Wechselspiel der Natur sowie mit 300 Kilometern gekennzeichneten Wegen ein Paradies für Spaziergänger, Wanderer, Nordic Walker und Radfahrer (Radtourenvorschläge).

Durch seine Lage am Nordrand der Alpen und die damit verbundene schnelle Erreichbarkeit von der Schwäbischen Alb aus hat sich das Tannheimer Tal für uns zu einem bevorzugten Ausflugs- und Tourenziel entwickelt. Und das zu jeder Jahreszeit.

Familien mit Kindern finden hier ebenso ideale Bedingungen vor wie Bergwanderer. Ein kostenloser Wanderbus verkehrt zwischen allen Orten und bringt die Gäste zu den Ausgangspunkten für die schönsten Wanderungen. Viele ebene und leicht begehbare Pfade zum Beispiel der Tannheimer Rundwanderweg, der Weg um den Haldensee oder der Jungholzer Rundweg durchziehen das Tannheimer Tal. Eine beliebte Strecke im Tal ist auch der etwa einen Kilometer lange "Vater unser Weg" von der St. Michaels Kapelle in Lumberg in Richtung Tannheim. Wanderer, die es mehr in die Berge zieht, finden hier eine große Auswahl von Ein- und Mehr-Tages-Touren vor.

Insgesamt 31 Almen und Hütten warten auf die Bergfreunde. Als besondere Highlights gelten zum Beispiel die Drei-Hütten-Tour mit Abstecher zur Krinnenalm, zur Edenalm und zur Gräner Ödenalpe oder eine Wanderung zur Landsberger Hütte von der Bergstation des Neunerköpfles aus mit dem nachfolgenden Abstieg zum Vilsalpsee.

Auf den trittsicheren und schwindelfreien Bergwanderer warten die Steinkarspitze (2.068 Meter), die Rote Spitze (2.130 Meter), die Lachenspitze (2.126 Meter), die Lailachspitze (2.274 Meter) und die Schochenspitze, die von der Landsberger Hütte aus erreichbar sind, oder von der Tannheimer Gruppe der Gimpel, Rote Flüh und der Friedberger Klettersteig.

Tannheimer Tal in Zahlen:

Orte: Tannheim, Zöblen, Jungholz, Schattwald, Grän, Haldensee, Haller, Nesselwängle
Einwohner: ca. 2700
Fläche: 126 km²
Seehöhe: ca. 1.050 - 1.140 Meter ü. d. Meer
Seen: Haldensee, Vilsalpsee, Traualpsee

 Lage:


Quellenangabe: © Bundesamt für Kartografie und Geodäsie, Frankfurt am Main, 2009
Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichkeitmachung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

 Wandervorschläge:

(1) Tannheim - Zugspitzblick (1.300 m)

Von Tannheim zum Ortsteil Berg, dann auf dem Forstweg 81 durchs Lohmoos zum Gasthof Zugspitzblick oder vom Ortsteil Berg auf dem nordwärts führenden Weg 84 bis unterhalb des Einstein und bei der Steinswand links auf den Weg 83 abbiegen. Auf diesem Weg bis zum Forstweg Weg 81 im Lohmoos und weiter zum Gasthof Zugspitzblick, wo eine ausgiebige Rast auf der Sonnenterasse angesagt ist. Auf der Fahrstraße und Wirtschaftswegen von Zöblen zurück nach Tannheim.
Hinweg:
ca. 1 1/2 Std.

Rückweg:
ca. 1 Std.
(2) Rundwanderung Tannheimer Tal

Der Rundwanderweg ist gesondert ausgeschildert und verbindet bei einer Länge von über 5o km die 5 Hauptorte miteinander.
Bei dieser Streckenlänge bietet es sich an, die Runde in mehrere (3 bis 4) Tagesetappen einzuteilen.

Bei Beginn in Tannheim wandert man auf der Nordseite des Neunerköpfles herum Richtung Haldensee, weiter am Südufer des Sees entlang (ggf. Warnhinweise bzgl. Lawinengefahr beachten) über Schmitte bis kurz vor die Abzweigung nach Rauth.
Nun überquert man die Straße, biegt nach Nesselwängle ab und wandert oberhalb des Ortes nach Haller, dann am nördlichen Ufer des Haldensees entlang nach Grän, von hier auf der Sonnenseite des Tales nach Zöblen.
Von Zöblen aus über Kappl nach Rehbach. Danach westlich der Vils nach Schattwald und südlich an Zöblen vorbei zurück nach Tannheim.
Mehrere Tagesetappen
(3) Rundwanderung Vilsalpsee (1.165 m)

Ein Spaziergang um den Vilsalpsee gehört zu den schönsten Ausflügen im Tannheimer Tal und ist gerade für wenig geübte Wanderer und für Familien mit Kindern oder Kinderwagen geeignet. Am Nordufer wartet sogar ein Ruderbootverleih oder ein Bad im kühlen Nass auf den tatendurstigen Besucher.

Der von Bergen umrahmte tiefblaue See liegt idyllisch inmitten eines Natur- und Vogelschutzgebietes und ist ab Mitte Mai schneefrei.
Für Privatautos ist die Zufahrt nur morgens bis 10 Uhr und nachmittags ab 17 Uhr gestattet.

Von Tannheim aus führt eine geteerte Straße zunächst immer nach Süden. Nach etwa 2 1/2 Kilometern geht es rechts hinein in einen Waldweg, über eine kleine Holzbrücke und immer weiter auf einem Damm an der Vils entlang bis zum Ufer des Sees (ca. 1 Std.)
Hier wartet ein erster Blick auf den See mit einem faszinierenden Bergpanorama. Die beiden Gaststätten Restaurant Vilsalpsee mit großer Sonnenterrasse (auch im Winter geöffnet) und die etwas kleinere Fischerstube (Mo. Ruhetag) verlocken zur Einkehr. Der ebene Rundweg um den See herum dauert einschließlich eines Abstechers zum 400 m hohen Berggaicht-Wasserfall am Talende ca. 1 1/2 Std.. Im schmaler werdenden Ende des Tales kann sich der Wanderer bei einer Brotzeit auf der bewirtschafteten Vilsalpe für den weiteren Weg stärken.

Wieder zurück am Eingang des Tales im Norden besteht die Möglichkeit, mit Pendelbus, Pferdekutsche oder dem Bimmelzug "Alpenexpress" den Weg nach Tannheim zurückzulegen.
Gehzeit
ca. 3 1/2 Std.
(4) Neunerköpfle (1.864 m) - Usseralpe

Von Tannheim Auffahrt mit der Gondelbahn zum Neunerköpfle und Aufstieg zum Gipfelkreuz (größtes Gipfelbuch der Alpen).
Von hier aus Abstieg zur Usseralpe auf dem Weg 33
Weiterer Abstieg nach Schmieden, Weg 30 oder Weg 30a
und zurück nach Tannheim.
Gehzeit
ca. 2 1/2 Std.
(5) Neunerköpfle - Landsberger Hütte (1.810 m)- Vilsalpsee

Von Tannheim Auffahrt mit der Gondelbahn zum Neunerköpfle.
Dann auf Weg 31 zur Strindenscharte, weiter auf dem Saalfelder Höhenweg 421 vorbei an der
Gappenfeldalpe (nach der Gappenfeldscharte besteht die Möglichkeit eines kurzen Anstiegs zum Schochen (Schochenscharte), Weg 421 a ca. 1/4 Std.), weiter rund um die Lache zur Landsberger Hütte, ca. 3 Std.

In oder vor der sehr gut besuchten Hütte ist eine ausgiebige Rast angesagt.

Abstieg steil (Kettensicherung vorhanden) am Traualpsee vorbei zum Vilsalpsee, Weg 425, ca. 1 1/2 Std. Vom Vilsalpsee nach Tannheim, ca. 1 Std.
Ab Vilsalpsee Rückfahrt möglich mit dem Bus, "Alpen-Express" oder einer Pferdekutsche.

Achtung: Der Weg 31 zwischen Neunerköpfle und Strindenscharte wies 2007 einige Erosionserscheinungen (Rinnen) auf, an mehreren Stellen ist Trittsicherheit erforderlich. Evtl. muss man einen Umweg über die obere Strindenalpe in Kauf nehmen.
Gehzeit:
ca. 5 1/2 Std.
(6) Einstein (1.867 m)

Von Tannheim zum Ortsteil Berg, von hier auf dem Weg 84 und 84a in ca. 2 1/2 Std. zum Einstein.
Abstieg auf derselben Strecke nach Tannheim.
Gehzeit
ca. 4 1/2 Std.
(7) Sulzspitze (2.084 m)

Von Tannheim Auffahrt mit der Gondelbahn zum Neunerköpfle.
Dann auf Weg 31 zur Strindenscharte, weiter auf dem Saalfelder Höhenweg Nr. 421 Richtung Gappenfeldalpe in ca. 1 1/2 Std.
Kurz vor der Gappenfeldalpe Aufstieg zur Sulzspitze Weg 421b ca. 3/4 Std. Dieselbe Strecke wieder zurueck zum Saalfelder Höhenweg ca. 1/2 Std.
Dann zur Gappenfeldalpe und steiler Abstieg auf dem Weg 34 bis zur Verbindungsstraße zwischen Tannheim und Vilsalpsee und auf dieser zurück zum Ausgangspunkt in Tannheim (ca. 2 Std.).

Achtung: Der Weg 31 zwischen Neunerköpfle und Strindenscharte wies 2007 einige Erosionserscheinungen (Rinnen) auf, an einigen Stellen ist Trittsicherheit erforderlich. Evtl. muss man einen Umweg über die obere Strindenalpe in Kauf nehmen.
Gehzeit
ca. 4 3/4 Std.
(8) Gessenwangalm - Sonnenalm (1.818 m) - Füssener Jöchle (1821 m)

Von Grän an der Burgschenke auf dem Weg 7 in Richtung Adlerhorst und auf dem Weg 413 weiter zur Gessenwangalm (ca. 1 3/4 Std.)
Dann weiter zur Sonnenalm und Füssener Jöchle (ca. 1 1/4 Std.).
Vom Füssener Jöchle hat man eine herrliche Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Mit Hilfe einer drehbaren "Zieleinrichtung (Kimme/Korn)" und einer mit den Namen der Berggipfel beschrifteten Skala kann man von hier aus auch den einzigen 3tausender der nördlichen Kalkalpen die Parseier Spitze ausmachen. Tolle Idee.

Abfahrt mit der Gondelbahn von der Sonnenalm nach Grän.
Gehzeit
ca. 3 Std.
(9) Bad Kissinger Hütte (1.788 m)

Von Grän mit der Gondelbahn zur Sonnenalm. Dann den Tannheimer Höhenweg Weg 414 durch das Sebental zur Bad Kissinger Hütte am Aggenstein (ca. 2 Std.)
Abstieg in die Enge auf dem Weg 411, ca. 1 3/4 Std. und zurück über Lumberg nach Grän (ca. 3/4 Std.).

Gehzeit
ca. 4 1/2 Std.
(10) Krinnenspitze (2.002 m)

Von Nesselwängle aus mit dem Sessellift zur Krinnenalpe. Aufstieg auf dem Alpenrosenweg zur Nesselwängler Edenalpe 3/4 Std. und weiter zum Gipfel Weg 14 in ca. 1 1/4 Std.

Abstieg: Auf dem Weg 14 / 18 zur Gräner Ödenalpe und zurück zur Nesselwängler Edenalpe. Schließlich auf dem Forstweg 16 und Alpenrosenweg zurück (Weg 14) zur Krinnenalpe, ca. 1 1/2 Std.
Von dort mit der Sesselbahn nach Nesselwängle.

Gehzeit
ca. 4 1/2 Std.
  leicht mittel schwer Zeitangaben sind reine Gehzeiten. Bei der Bestimmung der Wanderungsdauer berücksichtigen Sie bitte die Hinweise hier

 Blick ins Tannheimer Tal  Vilsalpsee  Gipfelkreuz Neunerköpfle  Tannheimer Tal-Rundweg im Winter
Blick ins
Tannheimer Tal
Vilsalpsee Gipfelkreuz
Neunerköpfle
Rundweg im Winter

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